DIE DOMÄNE
Deutschsprachige Erstaufführung
von Olivier Choinière

Theater Regensburg
Premiere: 23. September 2018

„Neues Spiel, neues Glück!“ – Das verspricht „Die Domäne“. Ein virtuelles Spiel, in dem man lernen kann, eine richtige Familie zu sein. Im Milieu einer streng religiösen Dorfgemeinschaft gelten feste Regeln: Gute Taten werden belohnt und Ungehorsam wird bestraft. Seit dem tragischen Unfalltod der kleinen Tochter haben sich Vater, Mutter und Sohn voneinander distanziert. Die Trauer lastet schwer auf ihnen und die Kommunikation versagt. Als die Eltern vom Verdacht der Schule erfahren, der Sohn könnte Mitschüler zu einem brutalen Online-Game verführen, loggen sie sich ebenfalls in „Die Domäne“ ein. Hinter den Masken der Avatare trifft die Familie ahnungslos aufeinander. Die digitale Welt des Spiels eröffnet einen Raum für die verdrängten Schuldgefühle, die Wut und den Schmerz, die schonungslos ausgetragen werden. Dabei spielt „das Monster“, ein ungehorsames kleines Mädchen, das gezüchtigt werden muss, um Punkte zu sammeln, eine entscheidende Rolle.
Das Stück des frankokanadischen Autors Olivier Choinière wurde 2012 im Théâtre de Quat’Sous in Montréal uraufgeführt und erlebte in der Regie von Christina Gegenbauer die deutschsprachige Erstaufführung am Theater Regensburg.

Inszenierung Christina Gegenbauer
Bühne, Kostüme und Video Frank Albert
Musik Matthias Jakisic
Licht David Herzog
Dramaturgie Anastasia Ioannidis

H 45, Mann Mitte vierzig Michael Haake
AV, Avatar VATER Philipp Quest
F 43, Frau Anfang vierzig Silke Heise
AM, Avatar MUTTER Verena Maria Bauer
H 16, Jugendlicher, ungefähr 16 Jahre alt Kristóf Gellén
AS, Avatar SOHN Robert Herrmanns
F 8, Stimme eines kleinen Mädchens, ungefähr acht Jahre alt Renata Sophie Kari
DAS MONSTER, kleines Mädchen, ungefähr acht Jahre alt Evelin Elisabeth Käser, Klara Maria Pukler

Pressestimmen

„Viel hätte nicht mehr gefehlt und einige aus dem begeisterten Publikum wären fast Kopf gestanden. Bei der Premiere von ‚Die Domäne‘ im Haidplatz-Theater brach nach einem erlösenden ‚Game Over‘ auf der Bühne ein Beifallsrauschen mit Rufen und anerkennenden Pfiffen los, wie man es nicht allzu oft erlebt.“ Mittelbayrische Zeitung

„Die Inszenierung verweigert sich konsequent aller Interpretationsangebote, lässt Rätsel Rätsel sein in einem durchaus rätselhaften Stück, liefert stattdessen starke Bilder zu je eigener Lösung.“ Donaupost

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„Von der Flucht ins Digitale“ Vorbericht der Mittelbayrischen Zeitung